WgiR macht Druck für einen umfangreichen Glasfaserausbau
Bad Lauterberg. Die Wählergruppe im Rat(WgiR) steht zu ihrem Wort und hat noch im Februar beantragt, dass: Der Bürgermeister beauftragt wird, sich umgehend um einen Glasfaserausbau im gesamten Stadtgebiet – also auch für die Ortsrandlagen und für die Ortsteile – zu kümmern. Zudem muss er mit dem Landkreis Möglichkeiten für einen zusammenhängenden Glasfasernetzausbau in Bad Lauterberg besprechen und realistische Konzepte dafür erarbeiten.
Grund für diesen Antrag war das zögerliche Verhalten des Bürgermeisters, als der WgiR-Fraktionsvorsitzende Volker Hahn, dies bereits nach der Info-Vorstellung durch die GlasfaserPlus in der Februar – Ratssitzung mündlich angeregt hatte. Damit nicht erst bis zur Ratssitzung im April abgewartet wird, wurde sogleich ein Umlaufbeschluss per Email eingefordert. Dieser Umlaufbeschluss ergab am 16.03.2026, dass der Bürgermeister dem Antrag entsprechend aktiv werden muss.
Schnelles Handeln ist der WgiR deshalb so wichtig, da für einen vollständigen Ausbau mit der Option, dass alle Haushalte auch einen Anschluss bekommen können, sicherlich Fördermittel beantragt werden müssen. Die Chance, eine Förderung noch für dieses Jahr zu bekommen, ist vermutlich nicht mehr gegeben. Umso wichtiger ist es, sich so schnell wie möglich um jegliche Art einer Förderung zu bemühen, auch wenn die Mittel daraus erst für 2027/28 Mittel fließen könnten.
Das der Bürgermeister am 18.03. bei einer Informationsveranstaltung der Firma „EP“ aus Herzberg verkündet, dass er jemanden vom Landkreis eingeladen habe, um über Fördermöglichkeiten zu informieren, gehört wohl in die Schublade „Wahlkampf“. Zu diesem Zeitpunkt hatte er den o.g. Auftrag schon drei Tage auf dem Tisch.
Jetzt hofft die WgiR sehr, dass diese Einladung des Landkreises zur nächsten Ratssitzung, die erst Ende April stattfinden wird, nicht die einzige Aktivität sein wird, die er in der Sache zu Wege bringt. Denn wenn die Verwaltung erst im Mai anfängt, sich um Fördermöglichkeit zu bemühen, dann dürfte man auch für 2027 sicherlich zu spät dran sein. Das allerdings würde bedeuten, dass der jetzt beginnende Ausbau ohne die nicht einbezogenen Flächen abgeschlossen wird.
Die WgiR hatte mehrfach angesprochen und gefordert, dass sich der Bürgermeister nicht nur auf die Deutsche Glasfaser verlassen und auch Kontakt zur Telekom aufnehmen solle. Dies habe er getan, so seine Ausführungen dazu. Unverständlich ist aber, warum er andere Informationen bekommen hat, als die WgiR. Dies ist nun schon ein Jahr her und nicht mehr relevant. Jetzt heißt es entschlossen und schnell zu handeln, damit ein umfänglicher Ausbau stattfinden kann.
Wie auf der jüngsten Informationsveranstaltung im Kurhaus erläutert wurde, müssen alle Hauseigentümer, die einen Glasfaseranschluss im Zuge des Ausbaues erhalten möchten, selbstständig tätig werden und ihren Bedarf(Anzahl der Wohneinheiten) der Telekom mitteilen. Dies kann per Internet, Telefonhotline, in den örtlichen Telekom-Telefonläden, oder bei Telekom-Werbepartnern, die derzeit die Haushalte besuchen, geschehen. Damit man auch nach der Baumaßnahme einen direkten Ansprechpartner hat, sollten jedoch die Telekom-Telefonläden in Bad Lauterberg oder im Umkreis bevorzugt werden, da diese auch das nötige technische Zubehör zum Betrieb der Glasfaseranschlüsse vorrätig halten und Tipps bei technischen Problemen geben.

