17. April 2024
2022NewsOsterhagen

Open-Air-Stammtisch der WgiR in lockerer Runde in Osterhagen

Open-Air-Stammtisch der WgiR in lockerer Runde in Osterhagen

Bei angenehmen Temperaturen konnte die „Wählergruppe im Rat“ im Schatten der Osterhagener Dorfkirche am vergangenen Freitag(17.6.) ihren ersten öffentlichen Open-Air-Stammtisch nach Corona durchführen. Die WgiR-Vorsitzende Julia Wiegand war erfreut, dass sie Teilnehmer aus allen vier Bad Lauterberger Stadtteilen und zudem natürlich auch Mandatsträger begrüßen konnte. Schnell begann eine lebhafte Diskussion über die aktuelle Kommunalpolitik.

 

Im Mittelpunkt stand dabei einmal wieder das Thema „Straßenunterhaltung“. Wie Thomas Mund, Mitglied im Osterhagener Ortsrat anmerkte, wurden bisher in diesem Jahr noch keine Winterschäden an den bituminösen Teeroberflächen beseitigt. Die zahlreichen Aufbruchstellen nehmen derzeit Ausmaße an, dass sie teilweise zur Gefahr für alle Verkehrsteilnehmer werden. Dieses Problem, so das Barbiser Ortsratsmitglied Josef Riedel, betrifft nicht nur Osterhagen, sondern inzwischen das gesamte Stadtgebiet. So habe er schon mehrfach die Stadtverwaltung über Gefahrenstellen informiert, z.B. in der Oderfelder Straße oder der Zufahrt zum Kindergarten Spatzennest/Schützenstraße. Eine Beseitigung der Schäden habe bis heute nicht stattgefunden.


Hingegen brachte z.B. am 11. Mai ein Bauhofmitarbeiter in der Fasanenstraße bei einer Aufbruch Stelle Wintermischgut/Kaltasphalt ein. Eigentlich müsste solch provisorisches Reparaturmaterial in der warmen Jahreszeit längst wieder ausgebaut und durch Asphalt/Kleber/Splitt ersetzt werden.


Ein weiterer Besucher merkte an, dass nach seiner Wahrnehmung in dieser Saison im gesamten Stadtgebiet bisher nicht eine einzige Schadstelle beseitigt wurde, da kein entsprechendes Fahrzeug mehr zur Verfügung stünde.


Ein „Repair-Patcher“ zum Reparieren von bituminösen Oberflächen ist als Wechsellader ist zwar beim städtischen Bauhof vorhanden, aber ein dafür benötigtes Trägerfahrzeug nicht mehr. Ein neu beschafftes Ersatzfahrzeug kann aber den Wechsellader nicht aufnehmen, so dass die Arbeiten folglich nicht erledigt werden können.


Die Stammtischbesucher konnten über diesen fast unglaublichen Vorgang nur den Kopf schütteln, da das warme trockene Wetter seit März doch hervorragend geeignet wäre, um Schäden an den Teeroberflächen zu beseitigen.

 

Bauplätze vorhanden – Erschließung fehlt

Ebenfalls arg in der Kritik steht die Verwaltung zum Thema Erschließung von Bauplätzen in Osterhagen. Wie dazu Thomas Mund erläuterte, habe  Ortsbürgermeister Achim Sommerfeld schon vor Monaten dazu eine schriftliche Anfrage an die Verwaltung gesandt und vorgeschlagen, wie verschiedene Grundstücke/Baulücken im Bereich Pfingstanger/Sportplatz erschlossen und bebauungsfähig gemacht werden könnten. Nach seiner Kenntnis gebe es sogar Interessenten für die Grundstücke, die sich beim Ortsbürgermeister gemeldet haben. Leider aber seien einige Fragen bisher noch unbeantwortet geblieben.

Keinerlei Überwachung von Baustellen

Völlig unzureichend, so stellte ein fachkundiger Stammtischbesucher fest, ist die Überwachung von Tiefbauarbeiten im Bereich der Stadt Bad Lauterberg, die Baufirmen für die Versorgungsunternehmen im öffentlichen Verkehrsraum vornehmen. Aktuell wurden im Bereich Scharzfelder Straße – Höhe Steinweg Tiefbauarbeiten durchgeführt, wobei offensichtlich einschlägige Vorschriften missachtet wurden. So wurden nach Verfüllung der Baugrube nicht die erforderlichen Rückschnittarbeiten an der bituminösen Straßenoberfläche vorgenommen, zudem steht der Wassereinlauf mehrere Zentimeter über dem Gossenläufern. Es bleibt mithin ein Geheimnis, wie dort künftig das Niederschlagswasser ablaufen soll.

 

Hatix kündigen?

Auch das Thema Hatix kam zur Sprache. Warum die CDU nach einer Corona bedingt unzureichenden Einführungszeit das erste Harz weit gemeinsame Projekt beenden möchte, konnte niemand verstehen.
Sorge wurde auch über den schlechten Eindruck geäußert, welchen die Stadt mit einem alleinigen Rückzug aus dem Projektverbund abgeben würde. Solange die Stadt die vereinbarten Mehreinnahmen aus den erhöhten Kurbeiträgen für sich behalten konnte, hat sie die kostenlosen Vorteile von Hatix gern “mitgenommen”. Jetzt aber, wo sie auch eine Kostenbeitrag zum Projekt leisten soll, möchte die CDU aussteigen, die Kurbeiträge aber nicht wieder senken und stattdessen das Geld für andere Dinge (???) verwenden.

 

Mehr Akzeptanz für erneuerbare Energiequellen schaffen!

Wie Thomas Mund zum Abschluss Stammtisches anregte, sollten doch der Stadtrat und die Verwaltung mal überlegen, wie man für den Bau von erneuerbaren Energiequellen wie z.B. Photovoltaikanlagen und Windkraftanlagen die Akzeptanz der Bevölkerung erhöhen kann. Nur zu erklären, dass solche Dinge nicht der Ortsrat, sondern die Stadt zuständig sei, ist zu flach und spiegelt nicht die Wichtigkeit solcher Angelegenheiten wider.

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