WgiR führte Jahreshauptversammlung durch – neue Vorsitzende gewählt
Barbis. Die „Wählergruppe im Rat“ (WgiR) wird ab sofort von Anna-Lena Richter als 1. Vorsitzende geleitet. Dies beschlossen einstimmig die Mitglieder der gut besuchten Jahreshauptversammlung (10.04.2026) im Barbiser Restaurant „Olympia“.
Wie die hochmotivierte neue Vorsitzende nach ihrer Wahl ausführte, gebührt den bisherigen WgiR-Vorstandsmitgliedern und Mandatsträgern Dank und Anerkennung für ihre geleistete Arbeit. Auch sie wird sich einsetzen, um unsere Heimat weiter zum Guten zu verändern. Als gebürtige Bad Lauterbergerin hat sie in fast allen Ortsteilen schon gewohnt und ist hier in der Kneippstadt aufgewachsen. Ihre Heimat hat sie während ihres Studiums in Köln arg vermisst, umso erfreuter ist sie nun, ihre berufliche Erfahrung in die Kommunalpolitik ihrer Heimatstadt mit einbringen zu können. Auf diese, so Anna-Lena Richter abschließend, können die Bürger stolz sein, denn es ist eine Stadt mit Zukunft, an der wir nur gemeinsam arbeiten können. Besonders wichtig sei ihr das Fördern des Zusammenhaltes von Kernstadt und den Ortsteilen, wobei weder Jung noch Alt vergessen werden darf. In der im Herbst zu Ende gehenden Legislaturperiode war Anna-Lena Richter bereits beratendes Mitglied im Ausschuss für Soziales, Jugend, Schulen, Kultur und Sport und möchte sich jetzt stärker für dringend notwendige Veränderungen einsetzen.
Die weiteren Vorstandswahlen ergaben, dass Harald Liebau, der den Vorsitz an Anna-Lena Richter abgab, künftig als stellvertretender Vorsitzender fungiert. Dieses Amt war nach dem plötzlichen Ableben vom ehemaligen Vorsitzenden Achim Sommerfeld vakant. Schatzmeister Ulrich Bode wurde einvernehmlich wiedergewählt. Neu in den erweiterten Vorstand gewählt wurde Björn Hille als Schriftführer, nachdem sich die bisherige Amtsinhaberin Martina Hahn nicht wieder zur Wahl stellte. Pressewart Bernd Jackisch und Beisitzer Klaus Morich wurden ebenfalls wiedergewählt. Neuer Kassenprüfer wurde Nico Starke.
Wie der ausscheidende 1. Vorsitzende Harald Liebau in seinem Jahresbericht ua. ausführte, wurden in allen Ortsteilen Stammtische abgehalten, um mit den Bürgern ins Gespräch zu kommen. Besonderer Wert wurde auf eine ausführliche Pressearbeit gelegt, um zum Einen die Arbeit der WgiR darzustellen und zum Anderen dem Bürger Missstände aufzuzeigen. Schatzmeister Ulrich Bode, der einen leicht ansteigenden Kassenbestand vermelden konnte, merkte zudem an, dass im letzten Berichtszeitraum zwei neue Mitglieder eingetreten seien. Damit sei allerdings noch viel Luft nach oben, weitere aktive oder fördernde Mitglieder seien jederzeit willkommen. Kassenprüfer Fredi Willig bescheinigte dem Schatzmeister eine saubere, ordentliche und übersichtliche Kassenführung. Auf seinen Antrag hin wurden sowohl der Schatzmeister Ulrich Bode, wie auch der gesamte Vorstand einstimmig entlastet.
Einen breiten Raum in der Versammlung nahm der Bericht des WgiR- Fraktionsvorsitzenden Volker Hahn ein, während dessen es auch zu konstruktiven Diskussionen kam. Natürlich war die angespannte Haushaltslage dabei immer wieder Thema. In dem beschlossenen Doppelhaushalt, der ja sehr bald bereits seinen zweiten Nachtragshaushalt erforderlich macht, sah die WgiR keinen Vorteil. Auch in den millionenschweren Planungen der Stadt, wie in dem bevorzugten Straßenausbau „Am Scholben“ oder in dem einspurigen Vorgehen beim neuen Bauhof, vermisst die WgiR den Blick für das Ganze. Wir können unsere Stadt nicht nur durch einzelne – leider auch überdimensionierte – Projekte für die Zukunft fit machen. Wenn wir nicht bald anfangen und bei der Stadtentwicklung wohl überlegte Schwerpunkte zu setzen, dann wird Bad Lauterberg weiter an Attraktivität und das Stadtbild weiter an Ansehnlichkeit verlieren. Viel Zeit bei Vorstellungen und Beratungen investierte die Fraktion zudem für die geplanten Bauvorhaben rund um die „Erneuerbaren Energien“, die allesamt besonders die Gebiete der Ortsteile betreffen. Hier lässt die WgiR das Schönreden durch die Verwaltung nicht gelten. Der Bürgermeister hat einfach die Ausmaße und die Tragweite der Projekte und die Wichtigkeit des Themas nicht erkannt. Man wollte alles ganz nach dem Motto – Wir machen das so, wie immer. – abwickeln. Nichts von seiner versprochenen Bürgernähe und Transparenz ist dabei zu bemerken. Viel zu spät erhielten die Ortsräte die nötigen Informationen und genaue Pläne. Ärger der Anwohner, die im Nachhinein nun Eingaben und Stellungnahmen abgeben sollen, waren so vorprogrammiert. Doch anstatt nach einem tragbaren Konsens zu suchen, wird der „schwarze Peter“ anderen zugeschoben.
Herbe Kritik an der Verwaltung äußerte auch Osterhagens Ortsbürgermeister Thomas Mund. Am aktuellen Beispiel zu den Planungen für den ehemaligen Sportplatz in Osterhagen hätte der Ortsrat viel früher einbezogen werden müssen.



