25. April 2026

WgiR bezieht Stellung zu Windkraft- und PV Anlagen im Stadtgebiet

Bad Lauterberg. Keine frühzeitige Beteiligung der Einwohner, eine nur sehr schwache Informationsweitergabe an die Ortsräte und die Einwohner, keine kontrovers geführten Aussprachen über Flächenauswahl im Vorfeld und keine Für- und Widerabwägungen bei so wichtigen Themen wie die erneuerbaren Energien. Nicht das „OB“, sondern das „WO“ gebaut wird, ist doch die entscheidende Frage!!


Ganz offensichtlich hat der Bürgermeister die Wichtigkeit dieser Themen und die damit einhergehenden Zusammenhänge nicht erkannt. Das wird auch daran deutlich, dass er erst jetzt für die nächste Ratssitzung (29.04.2026) einen Beschluss für den Start einer „Kommunalen Wärmeplanung“ bekommen möchte bzw. muss. Dass hier und jetzt die einmalige Chance besteht, ganz viele zukunftsweisende Dinge (E-Mobilität, klimafreundliches Heizen, Öko-Strom) zusammenzuführen und die Stadt entsprechend der Vorgaben und die Energiewirtschaft bzw. Energieversorgung zum Vorteil der Einwohner auf ganz neue und unabhängige Füße stellen zu können, das hat unser Bürgermeister zu keinem Zeitpunkt erkannt.


Als in der Info-Veranstaltung zu Agri-PV seitens der „Wählergruppe im Rat“ (WgiR) gefragt wurde, ob der Abschlussbericht vom 9.7.2023 für ein seinerzeit an Dr.-Ing. Stefan Bofinger in Auftrag gegebenes Solarkonzept für Bad Lauterberg überhaupt eine Berücksichtigung bei den derzeitigen Planung gefunden hätte, schauten sich der Bauamtsleiter und der Bürgermeister nur groß an und zuckten mit den Schultern. Auch der Projektierer wusste nichts von einem vorhandenen Konzept. Erschreckend, wie hier an solch wichtigen Themen gearbeitet wird.


Die WgiR hatte beantragt, die Beschlüsse zur Änderung der Flächennutzungspläne, Windkraft- und PV-Anlagen aufzuheben und erst weiter an diesen Projekten zu arbeiten. Doch diesen Antrag hat der Bürgermeister eigenmächtig abgelehnt. Ob er das rechtlich so überhaupt durfte, ist sehr fraglich.
Um zumindest den Standpunkt der WgiR zu den Themen „Erneuerbare Energien“ ganz deutlich zu machen, wurde in der letzten Fraktionssitzung noch einmal sehr ausführlich darüber diskutiert. Dabei wurde die folgende Erklärung formuliert:

 

Wir wollen eine nachhaltige und moderne Stadt und sind daher offen für Windkraft. Aber nur mit Vernunft – nicht gegen unsere Einwohner und nicht gegen geschützte Natur und Umwelt.

 

Wir sind für Freiland-Photovoltaik mit Augenmaß und für eine umweltfreundliche Energieerzeugung im Interesse der Allgemeinheit und zum Vorteil einer modernen und möglichst unabhängigen Energiewirtschaft im Stadtgebiet.

 

UND – die WgiR ist bereit, auch daran bzw. dafür zu arbeiten. Uns ist es nicht egal, ob hier Projekte realisiert werden. Wir wollen sie im Allgemeininteresse gestalten und verwirklichen.