Bad LauterbergNeu

Wiesenbek und Glasfaserausbau zeigen, wie es wirklich läuft in Bad Lauterberg

Bad Lauterberg. Am 31. August brannte das ehemalige Hotel am Wiesenbeker Teich unwiederbringlich ab. Doch das war nur ein unglückliches Ereignis in dem jahrelangen Drama rund um das Gelände am Weltkulturerbe. In der Tageszeitung war auf Nachfrage zum Brand und zu den Eigentümern die Aussage vom Bürgermeister Rolf Lange zu lesen, dass er in zwei Wochen ein Gespräch mit dem „Bereich für Vermögensverwaltung von verbotenen Vereinen“ habe. Die WgiR hatte ihre Zweifel an der Glaubhaftigkeit dieser Aussage.
Die zwei Wochen sind längst rum, doch vom Bürgermeister, der sich vor der Wahl die zwei Oberziele der WgiR Bürgerbeteiligung und Transparenz auf seine Fahne geschrieben hat, war dazu NICHTS zu hören oder zu lesen. Weder im Rat, noch als Information für seine Bürger.
An den Wahl-Ständen war das Thema „Glasfaserausbau“ immer wieder Gegenstand von Gesprächen. Doch erst auf schriftliche Nachfrage des Fraktionsvorsitzenden und Bürgermeisterkandidaten Nils Gehrke von der SPD war dazu eine Aussage vom Bürgermeister zu bekommen. Er bestätigte, was schon längst in der Stadt erzählt wird: Man habe festgestellt, dass der Boden in Bad Lauterberg eine gewisse Belastung habe. Und wieder muss man sich fragen, ob unsere Verwaltungsspitze überhaupt detaillierte Gespräche mit Projektierern führt. Dass der Boden in Bad Lauterberg eine gewisse Belastung hat, das ist doch mehr als bekannt. Hat das der Glasfaser Plus niemand mitgeteilt bzw. wurde in dem angeblich ständigen Informationsaustausch nie darauf hingewiesen?
Es ist erschreckend, aber nicht verwunderlich, warum es in Bad Lauterberg nicht vorwärts geht. Die einfachsten bzw. selbstverständlichen Dinge funktionieren nicht. Vordergründig werden Normalitäten als Erfolge verkauft. Sogar in der Zeitung war am Freitag (25.09.) zu lesen, dass tatsächlich KiTa`s zu den Aufgaben des Landkreises gehören, dass ein Ganztagsschulangebot ab der 1. Klasse gesetzlich vorgeschrieben sind und dass seit 2023 eine Generalüberholung des Vitamar bekannt sei. Alles Themen, mit denen sich der Bürgermeister im Wahlkampf noch geschmückt hat und sie als Erfolgsstorys verkaufte. Jetzt, so ist zu lesen, möchte er investieren – also Schulden machen. Schulden hier z.B. von 9 Mio. Euro für einen neuen Bauhof. Aber bis heute hat er das Ergebnis der letzten Begehung nicht an den Rat weitergegeben. Vermutlich soll das alles wieder im Rahmen des neuen Haushaltes mal eben schnell abgehandelt werden.
Es hat sich in den letzten fünf Jahren nichts geändert, vorne Hui – hinter den Kulissen Pfui !! Bürgerbeteiligung nur wenn absolut nötig und Transparenz nur, wenn einer nachfragt.

Und das soll die nächsten 8 Jahre so weitergehen?