{"id":5836,"date":"2023-07-21T19:09:19","date_gmt":"2023-07-21T19:09:19","guid":{"rendered":"https:\/\/www.wgir.de\/?p=5836"},"modified":"2026-08-13T03:17:54","modified_gmt":"2026-08-13T03:17:54","slug":"ein-erster-schritt-oder-doch-eher-viel-wind-um-nichts","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.wgir.de\/?p=5836","title":{"rendered":"Ein erster Schritt oder doch eher viel Wind um nichts?"},"content":{"rendered":"\t\t<div data-elementor-type=\"wp-post\" data-elementor-id=\"5836\" class=\"elementor elementor-5836\">\n\t\t\t\t\t\t<section class=\"elementor-section elementor-top-section elementor-element elementor-element-eca01d1 elementor-section-boxed elementor-section-height-default elementor-section-height-default wpr-particle-no wpr-jarallax-no wpr-parallax-no wpr-sticky-section-no wpr-column-slider-no wpr-equal-height-no\" data-id=\"eca01d1\" data-element_type=\"section\" data-e-type=\"section\">\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-container elementor-column-gap-default\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-column elementor-col-100 elementor-top-column elementor-element elementor-element-ddd65da\" data-id=\"ddd65da\" data-element_type=\"column\" data-e-type=\"column\">\n\t\t\t<div class=\"elementor-widget-wrap elementor-element-populated\">\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-8990ae2 elementor-widget elementor-widget-text-editor\" data-id=\"8990ae2\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"text-editor.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<p><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif;\"><b>Bereits seit 2010 soll gem\u00e4\u00df \u00a7 36 Nds.Kommunalverfassungsgesetz (NKomVG) eine Beteiligung von Kindern und Jugendlichen in geeigneter Weise bei Planungen und Vorhaben, die ihre Interessen ber\u00fchren, vom Stadtrat erm\u00f6glicht werden.<\/b><\/span><\/p><p><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif;\">Ein Antrag im Sept. 2022 brachte das Thema in Bad Lauterberg wieder auf die Tagesordnung. Gefordert wurde eine dauerhafte Beteiligung von f\u00fcnf Jugendlichen als beratende Mitglieder. Eine Umsetzung w\u00fcrde allerdings gegen \u00a7 71 NkomVG versto\u00dfen.<\/span><\/p><p><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif;\">Es folgte im Nov. 2022 ein weiterer Antrag, in dem eine Arbeitsgruppe (AG) zur Bildung eines Jugendparlaments vorgeschlagen wurde. Dieser Antrag wurde zur\u00fcckgezogen, da die Zusage f\u00fcr eine AG unter Beteiligung aller Fraktionen und engagierten Jugendlichen gegeben wurde.<\/span><\/p><p><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif;\">Sehr schnell erkannten die beteiligten Jugendlichen die\u00a0<b>rechtlich zu beachtenden Rahmenbedingungen<\/b>. Sie begannen mit der Erarbeitung eines richtigen Projektes in Zusammenarbeit mit der KGS und signalisierten, zun\u00e4chst (nur) ein beratendes Mitglied im Jugendausschuss etablieren zu wollen.<\/span><\/p><p><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif;\">Trotzdem legten pl\u00f6tzlich\u00a0<b>zwei Fraktionen<\/b>\u00a0einen anderslautenden Antrag vor, der nur sehr schwammig war. Wegen der unkonkreten Forderungen verwies der Verwaltungsausschuss den Antrag zur\u00fcck an den Fachausschuss. Der B\u00fcrgermeister und der Ausschussvorsitzenden vers\u00e4umten es aber, ihn ordnungsgem\u00e4\u00df auf die Tagesordnung der n\u00e4chsten Sitzung zu bringen. Dies erfolgte dann erst in der Ausschusssitzung. Mehr als\u00a0<b>peinlich<\/b>\u00a0und vielleicht an dieser Stelle schon erkennbar\u00a0<b>halbherzig<\/b>. So verlief dann auch die Beratung im Ausschuss. Erschreckend war, dass trotz aufgezeigten rechtlichen Vorgaben lieber \u00fcber unverbindliche L\u00f6sungen gesprochen wurde.<\/span><\/p><p><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif;\">Und obwohl aus der\u00a0<b>AG\u00a0<\/b>schon<b>\u00a0realistische<\/b>\u00a0und<b>\u00a0gute Ergebnisse\u00a0<\/b>vorlagen, wurde in der Ratssitzung wieder nur \u00fcber eine unverbindliche Umsetzung gesprochen und letztlich so auch beschlossen. Dementsprechend soll lediglich eine v\u00f6llig \u00fcberfl\u00fcssige Formulierung in die Gesch\u00e4ftsordnung eingef\u00fcgt werden.\u00a0<b>\u00dcberfl\u00fcssig<\/b>\u00a0deshalb, weil das, was da als &#8222;erster Schritt&#8220; f\u00fcr eine Beteiligung der Jugend verkauft wird, letztlich gem\u00e4\u00df \u00a7 62 NKomVG schon m\u00f6glich ist. Und soll zuk\u00fcnftig der Ausschuss jedes Mal beschlie\u00dfen, dass ein anwesender Jugendlicher, wie jeder andere Einwohner auch, zum Gegenstand der Beratung geh\u00f6rt werden kann bzw., darf? Wohlgemerkt &#8211; der Ausschuss muss beschlie\u00dfen und nicht der Ausschussvorsitzende wird das dann erm\u00f6glichen.<\/span><\/p><p><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif;\">Selbst als die\u00a0<b>W\u00e4hlergruppe im Rat\u00a0<\/b>(WgiR) erkl\u00e4rt hat, ihr beratendes Mitglied im Jugendausschuss zur\u00fcck zu ziehen, um ihren Platz f\u00fcr einen Heranwachsenden zur Verf\u00fcgung zu stellen, wurde trotzdem die unverbindliche Variante beschlossen. Die WgiR wollte erreichen, dass eine echte Beteiligung mit der M\u00f6glichkeit der Mitsprache im Ausschuss m\u00f6glich wird. Doch die Ratsmehrheit wollte es beim Anh\u00f6rungsrecht belassen und beschreibt es besch\u00f6nigend als &#8222;ersten Schritt&#8220;. Die Erkl\u00e4rung des B\u00fcrgermeister, dass sich andere Gemeinden mit dem Thema Jugendbeteiligung noch nicht befassen w\u00fcrden, verdeutlicht mit Blick auf die am 11.07.23 im Harz Kurier erschienene Berichterstattung \u00fcber einen Jugendkongress mit Workshops in Osterode nur, wie unseri\u00f6s mit dem Engagement der Jugendlichen umgegangen wird.<\/span><\/p><p><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif;\">Zusammenfassend und auch mit Blick auf den Umgang mit den Ortsr\u00e4ten ist bei der\u00a0<b>WgiR\u00a0<\/b>der Eindruck entstanden, dass echte\u00a0<b>B\u00fcrger- und Jugendbeteiligung<\/b>\u00a0und schon gar nicht eine\u00a0<b>Art Jugendparlament\/Jugendrat\/Jugendkongress<\/b>\u00a0in Bad Lauterberg erw\u00fcnscht ist.\u00a0<b>SCHADE!!<\/b><\/span><\/p><p><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif;\"><b><br \/><\/b>So wurde ein sogenannter<b>\u00a0&#8222;erster Schritt&#8220;<\/b>\u00a0getan, ohne einen Fortschritt zu wollen. Man k\u00f6nnte auch sagen:\u00a0<b>&#8222;Wind um nichts!&#8220;<\/b>\u00a0Das ist das Ergebnis von r\u00fcckblickend 10 Monaten Beratung, einer Vereinbarung und zwei Beschl\u00fcssen zum Thema Jugendbeteiligung.\u00a0<b><i>Hoffentlich lassen sich die jungen Leute nicht entmutigen und arbeiten trotzdem engagiert an ihrem Projekt weiter.<\/i><\/b><\/span><\/p>\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/section>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bereits seit 2010 soll gem\u00e4\u00df \u00a7 36 Nds.Kommunalverfassungsgesetz (NKomVG) eine Beteiligung von Kindern und Jugendlichen in geeigneter Weise bei 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